Dressurausbildung Daniel Köck

Dresssurausbildung Koeck

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 Google Chrome lädt unter Windows 11 automatisch ein rund 4 GB großes lokales KI‑Modell („Gemini Nano“) herunter, sobald bestimmte KI‑Funktionen des Browsers aktiviert oder genutzt werden. Der Download erfolgt im Hintergrund und ohne explizite Zustimmung des Nutzers. Das Modell wird im Benutzerprofil im Ordner OptGuideOnDeviceModel als Datei weights.bin abgelegt und kann nach dem Löschen erneut automatisch heruntergeladen werden.

Über eine offizielle Richtlinien‑ bzw. Registry‑Einstellung lässt sich dieses Verhalten jedoch vollständig unterbinden. Wird die entsprechende Windows‑11‑Registry‑Policy gesetzt, verhindert Chrome den automatischen Download und die Wiederherstellung des lokalen KI‑Modells dauerhaft. Dies ist insbesondere für verwaltete oder datenschutzsensible Umgebungen relevant, in denen unkontrollierte Hintergrunddownloads und zusätzlicher Speicherverbrauch nicht zulässig sind.

 

Auch Microsofts Edge, der ebenfalls auf Chromium basiert, verfügt über eine vergleichbare Funktion. Hier gibt es jedoch eine gute Nachricht: Mit einer kürzlich eingeführten Richtlinie lässt sich der automatische Download der lokalen KI‑Modelle gezielt deaktivieren. Microsoft gibt an, dass diese Richtlinie insbesondere Organisationen und Unternehmen mehr Kontrolle darüber verschaffen soll, wie der Browser mit lokalen generativen KI‑Modellen umgeht.

Laut Microsoft unterstützt die Richtlinie dynamische Aktualisierungen. Das bedeutet, dass Administratoren Änderungen anwenden können, ohne dass Nutzer den Browser neu starten müssen. Die Konfiguration ist über Gruppenrichtlinien, Registry‑Einträge oder gängige Enterprise‑Management‑Tools möglich. Zwar richtet sich die Funktion primär an verwaltete Unternehmensumgebungen, sie lässt sich aber auch von privaten Anwendern nutzen – vorausgesetzt, es kommt Windows 11 Pro zum Einsatz.

Richtlinie „GenAILocalFoundationalModelSettings“

Die Richtlinie trägt den Namen „GenAILocalFoundationalModelSettings“ und erlaubt es Administratoren wie auch fortgeschrittenen Nutzern festzulegen, ob Edge bzw. Chrome automatisch grundlegende KI‑Modelle für lokale Inferenzen herunterladen und verwenden dürfen.

Laut Microsofts Dokumentation gilt dabei:

  • Allowed (0):
    Edge bzw. Chrome dürfen das KI‑Modell automatisch herunterladen und lokal nutzen.
  • Not allowed (1):
    Der Download wird verhindert, und bereits heruntergeladene KI‑Modelle werden vom Gerät entfernt.

Diese Richtlinie greift nicht nur in Microsoft Edge, sondern funktioniert auch in Google Chrome.

Deaktivierung per Registry

Um den Download in Microsoft Edge zu unterbinden, kann der folgende Registry‑Pfad verwendet werden:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Edge

Dort ist ein DWORD‑Wert mit dem Namen
GenAILocalFoundationalModelSettings
auf 1 zu setzen.

Für Google Chrome erfolgt die Konfiguration analog unter:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Google\Chrome

Auch hier muss GenAILocalFoundationalModelSettings auf 1 gesetzt werden.

 

Konfiguration per Kommandozeile

Alternativ lässt sich die Richtlinie über die Kommandozeile konfigurieren. Für Edge lautet der Befehl:

reg add "HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Edge" /v "GenAILocalFoundationalModelSettings" /t REG_DWORD /d 1 /f

Für Google Chrome entsprechend:

reg add "HKLM\SOFTWARE\Policies\Google\Chrome" /v "GenAILocalFoundationalModelSettings" /t REG_DWORD /d 1 /f

Bleibt die Richtlinie nicht konfiguriert, lädt Chrome ab Version 147 das KI‑Modell standardmäßig automatisch herunter und aktiviert es. Bei Edge ist dieses Verhalten derzeit noch nicht aktiv.

 

Wo finde ich die Gruppenrichtlinie „GenAILocalFoundationalModelSettings“?

Microsoft Edge (offizielle ADMX‑basierte GPO)

Nachdem die aktuellen Microsoft‑Edge‑ADMX‑Vorlagen installiert wurden, findest du die Richtlinie hier:

Computerkonfiguration
 └ Administrative Vorlagen
   └ Microsoft Edge
     └ Generative KI
       └ Einstellungen für lokales GenAI‑Basismodell
  • Richtlinienname (Anzeige): Einstellungen für lokales GenAI‑Basismodell
  • Richtlinien‑ID: GenAILocalFoundationalModelSettings
  • ADMX‑Datei: MSEdge.admx
  • Gültigkeit: Computer (nur verpflichtend)
  • Dynamische Aktualisierung: Ja (kein Browser‑Neustart erforderlich)

Google Chrome (Chrome‑Enterprise‑ADMX)

Mit den Google‑Chrome‑Enterprise‑ADMX‑Vorlagen befindet sich die Richtlinie unter:

Computerkonfiguration
 └ Administrative Vorlagen
   └ Google
     └ Google Chrome
       └ Generative KI
         └ Einstellungen für lokales GenAI‑Basismodell
  • Richtlinien‑ID: GenAILocalFoundationalModelSettings
  • Verhalten und Werte identisch zu Edge

Richtlinienoptionen (Edge & Chrome)

WertBedeutung
0 Zulässig – Browser lädt und verwendet das lokale KI‑Modell
1 Nicht zulässig – Browser lädt das Modell nicht und entfernt vorhandene Modelle

Wenn die Richtlinie nicht angezeigt wird

Das ist zu erwarten, wenn:

  1. ADMX‑Vorlagen veraltet sind
    • Edge ab Version 132 erforderlich
    • Chrome ab Version 147 erforderlich
  2. Im Central Store (SYSVOL\PolicyDefinitions) liegen noch alte ADMX‑Dateien
  3. Nur lokale ADMX‑Dateien aktualisiert wurden (werden ignoriert, wenn ein Central Store existiert)

👉 In diesem Fall erscheint die Richtlinie nicht im Gruppenrichtlinieneditor – der Registry‑Eintrag funktioniert aber trotzdem.


Registry‑Alternative (funktioniert immer)

Microsoft Edge

HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Edge
DWORD: GenAILocalFoundationalModelSettings = 1

Google Chrome

HKLM\SOFTWARE\Policies\Google\Chrome
DWORD: GenAILocalFoundationalModelSettings = 1

Überprüfung

Die aktive Richtlinie kannst du hier prüfen:

  • edge://policy
  • chrome://policy

Dort muss erscheinen:

GenAILocalFoundationalModelSettings = 1

 Richtlinie in Intune erstellen

 

GenAILocalFoundationalModelSettings

 

 

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