Intune
Mit der aktuellen Intune-Oberfläche hat Microsoft die Geräteverwaltung modernisiert und einige Aktionen neu angeordnet. Viele Administratorinnen und Administratoren fragen sich deshalb, wo bekannte Funktionen wie Abkoppeln, Zurücksetzen oder Löschen geblieben sind.
Die gute Nachricht: Die Funktionen sind weiterhin vorhanden, wurden jedoch teilweise umbenannt oder an anderer Stelle in der Bedienoberfläche platziert.
Änderungen auf einen Blick
| Bisherige Bezeichnung | Neue Bezeichnung | Funktion |
|---|---|---|
| Abkoppeln (1) | Außer Betrieb nehmen (1) | Entfernt die Intune-Verwaltung vom Gerät |
| Zurücksetzen (2) | Zurücksetzen (2) | Setzt das Gerät auf Werkseinstellungen zurück |
| Löschen (3) | Löschen (3) | Entfernt das Geräteobjekt aus Intune |
In der neuen Oberfläche befinden sich diese Aktionen im Bereich „Daten entfernen“ bzw. direkt in der oberen Aktionsleiste des Geräts.
| Aktion (neue Oberfläche) | Früher | Beschreibung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Außer Betrieb nehmen | Abkoppeln | Entfernt die Intune-Verwaltung, Unternehmens-Apps, Zertifikate und Richtlinien vom Gerät. Persönliche Daten bleiben erhalten. | Mitarbeiter verlässt das Unternehmen, BYOD-Geräte |
| Zurücksetzen | Zurücksetzen / Wipe | Setzt das Gerät auf Werkseinstellungen zurück und entfernt sämtliche Daten. | Neuvergabe, Verlust oder Diebstahl |
| Löschen | Löschen | Entfernt den Geräteeintrag aus Intune. | Bereinigung veralteter Geräteobjekte |
| Synchronisieren | Synchronisieren | Erzwingt eine sofortige Richtlinien- und Inventarsynchronisation mit Intune. | Nach Änderungen an Richtlinien oder Anwendungen |
| Neu starten | Neu starten | Führt einen Remote-Neustart des Geräts durch. | Fehlerbehebung, Installationen abschließen |
| Remoteaktion > Remotesperre | Remotesperre | Sperrt das Gerät aus der Ferne. Benutzer müssen sich erneut anmelden. | Vorübergehender Schutz bei Verlust |
| Passcode zurücksetzen | Passcode zurücksetzen | Setzt den Geräte-PIN bzw. Gerätecode zurück (abhängig vom Gerätetyp). | Benutzer hat seinen PIN vergessen |
| Diagnosedaten sammeln | Diagnosedaten sammeln | Sammelt Protokolle und Diagnoseinformationen für die Fehleranalyse. | Support- und Troubleshooting-Fälle |
| Sauberer Start (Fresh Start) | Sauberer Start | Installiert Windows neu und entfernt viele vorinstallierte Hersteller-Anwendungen, behält jedoch die Geräteverwaltung bei. | Leistungsprobleme, Neuaufbereitung |
| Autopilot-Zurücksetzung | Autopilot Reset | Setzt den Benutzerzustand zurück, behält aber die Intune- und Autopilot-Konfiguration des Geräts bei. | Schnelle Übergabe an neuen Benutzer |
| Gerät suchen | Gerät suchen | Zeigt den zuletzt bekannten Standort unterstützter Geräte an. | Verlust oder Diebstahl |
| BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel anzeigen | unverändert | Zeigt den in Entra ID gespeicherten Wiederherstellungsschlüssel an. | Entsperren verschlüsselter Geräte |
| Windows Defender Scan ausführen | Schnellscan/Vollscan | Startet einen Sicherheits-Scan über Microsoft Defender. | Verdacht auf Malware |
| Sicherheitsmaßnahmen erzwingen | verschiedene Sicherheitsaktionen | Erzwingt Sicherheitsrichtlinien oder Compliance-Prüfungen. | Compliance- und Security-Anforderungen |
Außer Betrieb nehmen (ehemals Abkoppeln)
Die Funktion „Außer Betrieb nehmen“ entspricht dem bisherigen „Abkoppeln“.
Dabei wird:
- die Intune-Verwaltung entfernt,
- Unternehmensrichtlinien gelöscht,
- bereitgestellte Zertifikate entfernt,
- Unternehmens-Apps und Profile entfernt.
Persönliche Daten und Dateien auf dem Gerät bleiben erhalten.
Empfohlene Verwendung:
- Ausscheiden von Mitarbeitenden
- Ende einer BYOD-Nutzung
- Entfernen eines Geräts aus der Verwaltung ohne Datenverlust
Zurücksetzen
Die Aktion „Zurücksetzen“ löscht sämtliche Daten auf dem Gerät und setzt es auf Werkseinstellungen zurück.
Dabei werden:
- Benutzerprofile entfernt,
- lokale Daten gelöscht,
- Unternehmensdaten entfernt,
- das Betriebssystem neu bereitgestellt.
Empfohlene Verwendung:
- Weitergabe an neue Mitarbeitende
- Wiederverwendung von Geräten
- Kompromittierte oder verlorene Geräte
Löschen
Mit „Löschen“ wird lediglich der Geräteeintrag aus Intune entfernt.
Das Gerät verschwindet aus der Intune-Verwaltung und kann anschließend nicht mehr administriert werden. Diese Funktion wird hauptsächlich zur Bereinigung nicht mehr benötigter oder veralteter Geräteobjekte verwendet.
Empfohlene Verwendung:
- Bereinigung doppelter Geräte
- Entfernen nicht mehr existierender Geräte
- Aufräumen der Geräteinventur
Sauberer Start
Ein häufiger Irrtum ist die Verwechslung von Zurücksetzen und Sauberer Start.
Sauberer Start
- installiert Windows neu
- entfernt viele Herstellerprogramme
- behält die Verwaltung bei
- eignet sich zur Fehlerbehebung
Zurücksetzen
- löscht das Gerät vollständig
- entfernt Benutzerdaten
- wird für die Wiederverwendung von Geräten genutzt
Autopilot-Zurücksetzung
Diese Funktion ist besonders für gemeinsam genutzte Geräte interessant.
Dabei werden:
- Benutzerdaten entfernt
- Benutzerprofile gelöscht
- Intune- und Autopilot-Konfiguration beibehalten
Das Gerät kann anschließend schnell an eine andere Person ausgegeben werden, ohne komplett neu eingerichtet werden zu müssen.
Auswirkungen auf PowerShell-Skripte
Für Administratoren, die Intune über PowerShell oder Microsoft Graph automatisieren, ergeben sich durch die neue Oberfläche keine wesentlichen Änderungen.
Die grafische Oberfläche wurde modernisiert, die zugrunde liegenden Intune- und Graph-Funktionen bleiben jedoch unverändert. Bestehende Skripte für:
- Retire (Außer Betrieb nehmen)
- Wipe (Zurücksetzen)
- Delete (Löschen)
können weiterhin verwendet werden.
Fazit
Die neue Intune-Oberfläche bringt vor allem optische und organisatorische Änderungen mit sich. Die bekannten Geräteaktionen existieren weiterhin, wurden jedoch teilweise umbenannt und anders gruppiert.
Die wichtigste Änderung für Administratoren lautet:
„Außer Betrieb nehmen“ entspricht dem bisherigen „Abkoppeln“.
Für bestehende Automatisierungen und PowerShell-Skripte sind in der Regel keine Anpassungen erforderlich.
Im Intune Admin Center taucht folgende Meldung auf:
Gleich vorweg. Diese Meldung kann in den allermeisten Fällen ignoriert werden.
Im Rahmen der laufenden Secure Future Initiative (SFI) von Microsoft werden ab dem 2. Dezember 2025 oder kurz danach auch die Netzwerkdienstendpunkte für Microsoft Intune die Azure Front Door-IP-Adressen verwenden. Diese Verbesserung unterstützt eine bessere Ausrichtung an modernen Sicherheitspraktiken und wird es im Laufe der Zeit für Organisationen, die mehrere Microsoft-Produkte verwenden, einfacher machen, ihre Firewallkonfigurationen zu verwalten und zu warten.
Diese Änderung wirkt sich auf Kunden aus, die eine Firewall-Zulassungsliste verwenden, die ausgehenden Datenverkehr basierend auf IP-Adressen oder Azure-Diensttags zulässt.
Daher müssen Kunden diese Netzwerkkonfigurationen (Firewallkonfigurationen) möglicherweise in Anwendungen von Drittanbietern hinzufügen, um die ordnungsgemäße Funktion der Intune-Geräte- und App-Verwaltung zu ermöglichen.
Genauere Informationen haben wir in diesem Dokument zusammengefasst.
Auf der Seite von Virtualschool erfahren Sie, wie sie über Intune Microsoft Edge als Standardbrowser festlegen.
Auf der Seite von Virtualschool erfahren Sie, wie sie über Intune Google Chrome als Standardbrowser festlegen.
Wie auf der Microsoft Ignite in diesem Jahr angekündigt, kommt Intune jetzt mit einer erweiterten Hardwareinventur. Dieses neue Feature ist in Intune Core (P1) verfügbar und benötigt kein Addon wie die Intune Suite. Der Rollout dieses neuen Features ist bereits gestartet. Um mit der neuen Hardwareinventur zu beginnen, müssen wir lediglich eine Richtlinie des neu eingeführten Typs "Eigenschaftenkatalog" erstellen, die den vertrauten Richtlinien des Einstellungskatalogs ähnelt.
Eine Schritt für Schritt Anleitung finden Sie hier.
Ab Januar 2025 werden Benutzer mit Microsoft 365 Business Standard- und Premium-Lizenzen automatisch vom klassischen Outlook für Windows zum neuen Outlook für Windows migriert. Benutzer erhalten vor der Migration In-App-Benachrichtigungen und können die automatische Migration über Outlook-Optionen > Allgemein deaktivieren. Benutzer, die zum neuen Outlook gewechselt haben, können bei Bedarf zum klassischen Outlook zurückkehren. Für Microsoft 365 Enterprise-Benutzer gibt es noch kein genaues Datum, aber Microsoft gibt 2026 an.
- Navigieren Sie zum Intune Admin Center
- Wechseln Sie zu – Geräte – Windows – Konfiguration – Erstellen – Neue Richtlinie – Plattform: Windows 10 und höher – Profiltyp: Einstellungskatalog – Erstellen
- Benennen Sie Ihre Richtlinie, z. B. Deaktivieren Outlook Neu, und geben Sie eine Beschreibung ein
- Klicken Sie auf Weiter und dann auf Einstellung hinzufügen.
- Geben Sie im Suchfeld "New outlook" ein.
- Wählen Sie Microsoft Outlook 2016\Outlook-Optionen\Andere aus
- Wählen Sie Administratorgesteuerte Migration zu neuem Outlook (Benutzer) aus und blenden Sie den Schalter "Neues Outlook ausprobieren" in Outlook (Benutzer) aus.
- Klicken Sie Next
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